Samstag, 25. Juni 2016

Landschulheim Schloss Heessen

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Schulprogramm des LSH

Vorwort

 

Ein traditionsbewusstes und zugleich zukunftsorientiertes privates Gymnasium mit Internat erfordert Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung. Zu diesem Zweck haben wir am LSH unser Schulprogramm erarbeitet, das unser pädagogisches Selbstverständnis formuliert. Unser Schulprogramm setzt Maßstäbe für die geplante Weiterentwicklung und Verbesserung von Unterricht und Erziehung und macht unsere Arbeit am LSH transparent und verlässlich.  

An der Umsetzung unserer Ziele wollen wir uns messen lassen.

Unser Schulprogramm beschreibt Leitbilder, die Grundpfeiler unserer Arbeit:

 

Traditionen entdecken

Begeisterung erleben

Zukunft entwickeln

 

Zu unseren Leitbildern haben wir Leitziele und Qualitätsstandards definiert, die für unsere pädagogische Arbeit maßgebend sind. Zahlreiche dieser Standards haben wir bereits erreicht, die übrigen müssen in nächster Zeit realisiert werden.

Unsere Leitbilder und Leitziele wurden, angeregt von Gerhard Regenthal (Corporate Identity Akademie) -  unter Mitwirkung von Lehrern, Erziehern, Eltern und Schülern entwickelt. Die  Steuergruppe hat diese Ziele zu unserem Schulprogramm ausgearbeitet, das nach seiner Verabschiedung durch die Schulkonferenz als höchstem schulischem Gremium verbindlich für uns alle ist.

 

Anmerkung:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir bewusst auf die Unterscheidung in männliche und weibliche Substantive und Pronomina verzichtet.

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Non quia difficilia sunt, non audemus, sed quia non audemus, difficilia sunt.

Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig.

(Seneca, epistulae morales 104,26)

 

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Werte und Erziehungsziele

Wir treten für Toleranz, Konsequenz und Verantwortungsbewusstsein zur Vermittlung einer lebenswerten Zukunft ein.

 

Unser Konzept zeichnet sich durch ein hohes Maß an Verbindlichkeit aus.

-          Wir setzen unsere Vorstellungen konsequent um, weil nur so eine nachvollziehbare und verlässliche Erziehung funktionieren kann: Wir alle (Schüler, Lehrer, Erzieher) halten uns an die vereinbarten und von den Mitwirkungsgremien verabschiedeten Regeln.

-          Wer gegen diese Regeln verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen, die bis zum Ausschluss aus dem LSH führen können.

-          Lehrer und Erzieher haben Vorbildfunktion.

 

Wir unterstützen unsere Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und fördern die Ausbildung sozialer Einstellungen und Verhaltensweisen in Schule, Internat und Freizeit.

-          Wir stärken die Integrationsfähigkeit und –bereitschaft mit Hilfe

-          pädagogischer Gruppen- und Einzelgespräche zu eigenen Themen der Schüler

-          erlebnispädagogischer Aktivitäten im außerschulischen Bereich (Fahrten nach Saerbeck ( in Klasse 7) und zu den Tagen Religiöser Orientierung (TRO, Jgst. 10)   

-          unseren Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten                                                                                                            

-          der Ausbildung interessierter Schüler zu Mediatoren und deren Einsatz als Streitschlichter

-          der professionellen Förderung sozialer Kompetenz und Deeskalation (Coolness- und Antiaggressivitätstraining)

-          kooperativer Unterrichtsformen.

-          Wir erwarten die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zum Wohle der Gemeinschaft. Unsere Schüler engagieren sich im schulischen Bereich

-          durch die Übernahme von Klassenämtern und in der SV

-          durch z. T. unentgeltliche Nachhilfestunden

im außerschulischen Bereich

-          im Internatsrat

-          in Ehrenämtern im Internatsbereich

-          im hausinternen Patenprogramm für Internatsschüler der Unterstufe

-          in der Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim St. Stephanus in Heessen

-          im außerordentlichen Teehausdienst

-          durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen an den Elternsprechtagen zugunsten des „Hauses Hamm“

-          im Rahmen eines „Sozialen Tages“ zugunsten von „Haus Hamm“ in Peru

-          durch die Übernahme von Patenschaften für peruanische Kinder durch einzelne Klassen/ Jahrgangsstufen.

 

Wir sehen Respekt, Disziplin und Selbstdisziplin als grundlegende Fähigkeiten des Einzelnen in der Gesellschaft an und erziehen unsere Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln.

-          Wir erarbeiten auf demokratischem Wege Klassenregeln in der Erprobungsstufe.

-          Wir halten im Speisesaal bestimmte Regeln ein.

-          Wir gehen höflich und respektvoll miteinander um.

-          Unsere Studiumsordnung unterstützt die Entwicklung unserer Schüler zur  Selbständigkeit in ihrer Arbeitsorganisation.

-          Wir ermutigen dazu, zu Fehlern zu stehen und sehen, wie wir alle aus Fehlern lernen können.

-          Fehler im fachlichen Bereich nutzen wir zur Fehleranalyse und zur Entwicklung von Lösungsstrategien.

-          Fehlverhalten im zwischenmenschlichen Bereich wird thematisiert, um das Verantwortungsbewusstsein zu fördern und Zivilcourage einzuüben.

 

Wir verstehen die Aufgabe unseres Hauses in der Erziehung der uns anvertrauten    

jungen Menschen zu lebenstüchtigen Mitgliedern der Gesellschaft.

-          In außerschulischen Angeboten (z. B. in Rhetorik-Seminaren) können Schüler verschiedene Kompetenzen erweitern und trainieren. Durch aktives Vorleben fördern wir die Bereitschaft zum Engagement jedes einzelnen.

-          Das Internat veranstaltet sog. Geschäftsessen- und Benimm-Kurse.

 

Wir erziehen unsere Schüler zu Gesundheitsbewusstsein und einem verantwortlichen Umgang mit sich und der Umwelt.

-          Wir achten auf gesunde Ernährung, indem wir ausgewogene Mahlzeiten anbieten.

-          Wir beschäftigen uns mit der Thematik Bewegung und gesunde Ernährung im Fachunterricht (v. a. Biologie und Sport) und klären in diesem Rahmen auch über die Risiken von Bewegungsmangel und Fehlernährung auf.

-          Wir statten unsere Räume mit Mobiliar aus, das dem Alter und der Größe der Schüler angemessen ist, um Haltungsschäden zu verhindern.

-          Wir rhythmisieren die Stundenpläne entsprechend den Leistungskurven unserer Schüler. Wir strukturieren unseren Arbeitstag durch ein angemessenes Verhältnis von Arbeits- und Rekreationszeiten, von Phasen der ruhigen Konzentration und Phasen körperlicher Bewegung.

-          Wir bieten den Schülern und Kollegen jede Woche in einer Pause die Schlosskapelle als Ort der Besinnung an („Stille Pause“).

 

Ein Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut berät und betreut in Zusammenarbeit mit den Eltern, Lehrern und Erziehern unsere Schüler in Bereichen der psychischen Gesundheit und der psychosozialen Entwicklung. Hier kann professionelle Hilfe bei seelischen Schwierigkeiten helfen.

 

-          Über die in den Sportrichtlinien festgelegten Bestimmungen zur Gesundheitserziehung hinaus bietet das LSH folgende Bewegungsmöglichkeiten an:

-          Pausensport: Möglichkeit für Lauf-, Ball- und Geschicklichkeitsspiele auf dem Schulhof, dem Mehrzweckplatz und dem Inselgelände, Kletterwand usw.

-          Das Internat bietet im Rahmen von Sport-AGs im Nachmittagsbereich Schwimmen, viele Ballsportarten, Klettern, Kampfsportarten sowie Fitness im schuleigenen „Kraftraum“ und in ortsnahen Studios an. Vor Schulbeginn gibt es eine Lauf-Gruppe.

-          Das jährlich stattfindende „Sportabzeichenfest“ motiviert die Schüler und Mitarbeiter zur sportlichen Betätigung.

-          Jährlich werden Kurse in Tauchen, Bogenschießen, Tanzen und bei der DLRG angeboten.

 

-          Drogenprävention gehört zu unseren Aufgabenfeldern sowohl im Unterricht (Biologie, Chemie, Religion, Politik) als auch in außerunterrichtlichen Veranstaltungen (z. B. in Saerbeck, im „Antirauchkurs“ im Internat)

-          Wir ermöglichen die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen im außerschulischen Bereich.

 

Wir bereiten durch die inhaltliche Schwerpunktsetzung in Unterricht und Arbeitsgruppen die Schüler auf eine verantwortliche Gestaltung der Zukunft vor.

-          Unser Leistungskursangebot deckt eine große Bandbreite des Bildungsspektrums ab, um den individuellen Lernbedürfnissen unserer Schüler entgegenzukommen.

-          Unsere Schüler nehmen an Planspielen wie dem „Planspiel Börse“ der Sparkassen und/ oder an Wettbewerben zum Unternehmenssektor, wie sie von benachbarten Universitäten angeboten werden, teil. Dies gilt auch für die Beteiligung am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

-          Durch die Teilnahme an naturwissenschaftlichen Wettbewerben fördern wir innovatives Denken.

-          Vor allem in den sprach- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern erziehen wir zu Toleranz und fördern den interkulturellen Austausch durch Auslandsaufenthalte und  Schüleraustauschprogramme.

-          Mit dem Theo-Sanders-Preis wird die besonders herausragende Projektarbeit eines Schülers honoriert.

Unterricht

Wir fördern und fordern unsere Schüler in kleinen Lerngruppen individuell entsprechend ihren Fähigkeiten für die Welt von morgen.

 

Wir haben für den Ausfall von regulärem Unterricht folgendes Konzept:

-          In der S I finden Unterricht und Studium von 8.00 bis 15.40 Uhr statt. Jede ausfallende Unterrichtsstunde wird durch eine Fachkraft vertreten. Lehrer stellen in der Regel für ihre ausfallenden Stunden Aufgaben, die unter Aufsicht bearbeitet werden. Schüler der S II arbeiten selbstständig an den ihnen gestellten Aufgaben, deren Erledigung überprüft wird.

 

Wir vermitteln in kleinen Lerngruppen ein breites Spektrum an fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. Wir bieten:

-          Klassengröße ca. 20 Schüler, Kursstärke deutlich unter dem Klassenfrequenzrichtwert für öffentliche Gymnasien

-          wissenschaftliche Unterrichtsinhalte, wissenschaftspropädeutische Unterrichtsmethoden

-          Lernberater für das gezielte Methodentraining

-          Evaluation der Lernstandserhebungen, der zentralen Klausuren in der Klasse 10 in Deutsch und Mathematik und der Abiturprüfungen

-          Betriebspraktikum Kl. 10

-          Berufsorientierung Jgst. 10 bis 12

-          Studienorientierung Jgst. 10 bis 12

-          Vermittlung überfachlicher Kompetenzen (z. B. ökonomische Bildung im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht, Werteerziehung v. a. in Religion, Philosophie, Pädagogik, Latein, Politik und Geschichte, interkulturelles Lernen in den Fremdsprachen, Kooperation von Biologie und Chemie im WP II Ökologie), Vermittlung medialer Kompetenzen (ECDL)

-          Angebot für interessierte Schüler, in den Fremdsprachen zusätzliche Zertifikate zu erreichen (DELF in Französisch, Business English, DELE in Spanisch)

-          sog. Drehtürmodell, d. h. besonders interessierte Schüler können an mehreren Kursen in den  Wahlpflichtbereichen teilnehmen

-          Vorversetzung

 

Wir bieten jedem Schüler bei auftretenden fachlichen Schwierigkeiten eine umgehende individuelle Förderung („Komm mit“ – Fördern statt Sitzenbleiben):

-          Leistungsdiagnostik, inklusive der Feststellung von Teilleistungsstörungen/ Konzentrationsstörungen, des Lerntyps, emotionaler Lernblockaden, Schul- und Prüfungsangst durch den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

-          individuelle, zeitlich begrenzte Fördermaßnahmen durch Fachlehrer oder Oberstufenschüler (u. a. Patenprogramm)

-          Angleichungskurse in der Jgst. 10 (G 8) für Schüler anderer Schulformen (E, M)

-          Migrantenförderung

-          LRS-Förderkonzept incl. Testung

-          Ergänzungsstunden in der S I in D, E, M, L, F

 

Das Anfertigen der Hausaufgaben unter pädagogischer Leitung, in der Regel durch in der Klasse unterrichtende Lehrer, ist integrierter Bestandteil des Stundenplans („Studium“).

 

Wir informieren die Eltern über die Leistung und das Verhalten ihres Kindes in Unterricht und Studium.

-          Wir versenden Quartalsmitteilungen und beraten die Eltern an Elternsprechtagen und an individuell vereinbarten Terminen. Zur Kommunikation mit den Eltern nutzen wir den hauseigenen Schulplaner.

 

Wir erwarten von unseren Schülern die Bereitschaft zu selbstständigem und zielorientiertem  Arbeiten.

-          Unseren Oberstufenschülern steht mit lo-net2 eine virtuelle Arbeitsumgebung zur Verfügung (E-Learning).

 

Wir arbeiten regelmäßig in fächerübergreifenden Projekten und an außerschulischen Lernorten:

-          Rechtskunde-AG, AG Schlossgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Münster und dem Stadtarchiv Hamm, Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Köhler- Stiftung), Auslandsaufenthalte in Spanien, Südamerika, Australien und Frankreich, Studienreisen in der S II, Erste-Hilfe-Kurse, Kunst im Seniorenheim, Ausstellungen der Kunst-Kurse in der St. Barbara Klinik, in der Palliativstation im Malteser Krankenhaus St. Josef und im Hospiz

 

Wir beraten unsere Schüler entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

-          Die Klassenlehrer arbeiten ca. 10 Stunden pro Woche in ihrer Klasse, so dass sich ein enges Vertrauensverhältnis zu jedem Schüler entwickelt.

-          Zusätzlich zum Unterricht begleiten wir sie im Studium und essen mit ihnen gemeinsam zu Mittag.

-          Die enge persönliche Einbindung des einzelnen in die Schulgemeinschaft wird auch durch die individuelle Beratung des einzelnen Schülers durch den  jeweiligen Jahrgangsstufenleiter, den S II-Koordinator, den Berufskoordinator und die jeweiligen Fachlehrer gewährleistet.

-          Vertrauenslehrer und unsere Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin stehen bei persönlichen Problemen im Lebensalltag des Schülers zur Verfügung.

Schulleben

Wir pflegen in unserem Hause ein intensives Miteinander zum Wohle der Gemeinschaft. Hierfür erwarten wir ein besonderes Engagement von allen Seiten (Eltern – Erzieher - Lehrer – Schüler).

 

Wir bieten unseren Schülern auch außerhalb der regulären Schulzeit ein vielfältiges Programm.

-          Wir fördern und fordern unsere Schüler durch vielfältige Angebote im wissenschaftlichen, sportlichen, musischen, künstlerischen und sozialen Bereich. Diese altersbedingten Angebote stehen grundsätzlich allen Schülern offen. Halbjährlich veröffentlichen wir das aktuelle Programm für diese Arbeitsgemeinschaften.

 

Wir ermöglichen an zahlreichen attraktiven Aufenthaltsorten sozialen und kommunikativen Austausch.

-          Hierzu gehören insbesondere die Insel in den Lippeauen, das gemütliche Oberstufen-Café mit verschiedenen Medienangeboten, das rustikale Gewölbe für die S II sowie das Teehaus mit dem Angebot verschiedener Spiele für die S I.

 

Wir legen Wert auf ein gutes Verhältnis zwischen Eltern, Lehrern und Erziehern sowie zwischen den Eltern untereinander.

-          Wir pflegen regelmäßig (z. B. an informellen Elternabenden) einen offenen Austausch miteinander zum Wohle unserer Schüler.

-          Zur unmittelbaren Kommunikation dient der Schulplaner.

 

Wir bereiten unsere Schüler auch außerhalb der Schule auf das Leben vor.

-          Entsprechend unserem Konzept für Klassenfahrten führen wir Fahrten zur Förderung der sozialen Kompetenzen durch (Klasse 5, 6, 7, 10 (G 8) bzw. 11(G 9)). Zusätzlich fördern wir die Persönlichkeitsentwicklung durch außerschulische Tages- und Wochenendseminare (z. B. Rhetorikseminare). Wir bieten für die S I die Ausbildung zum Streitschlichter an.

-          Im Rahmen der  psychosozialen Beratung und Begleitung durch die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin können wichtige persönliche Kompetenzen wie Reflexionsfähigkeit und Eigenverantwortung, Selbst- und Konfliktmanagement sowie das Bewusstsein sozialer Verantwortung gelernt und geübt werden, die ganzheitlich auf das Leben vorbereiten.

-          Im Rahmen der „Schlossgespräche“ findet ein Erfahrungs- und Gedankenaustausch zwischen eingeladenen ehemaligen Schülern und der jeweiligen Abiturientia zum Themenbereich „Kompetenzen für die Welt von morgen“ statt.

Darüber hinaus haben sich Alumni-Gruppen bei großen Internetportalen wie Xing, Facebook oder StudiVZ gebildet.

 

Wir fördern einen nachhaltigen Kontakt zu unseren „Ehemaligen“.

-          Die spürbare Identifikation der Schüler mit unserem Schloss geht häufig über die Schulzeit hinaus und lässt lebenslange Kontakte entstehen. Um diese zu fördern, laden wir als Schule und Internat alle fünf Jahre zum Alt-Heessener-Treffen ein.

Internat

Wir leben und erleben familiäre Gemeinschaft im Internat und begleiten die individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

 

Wir erziehen unsere Schüler zur Verantwortung für sich und andere in einem wertschätzenden Umgang.

-          Wir haben ein gemeinsames Konzept, um unsere Kinder zu verantwortungsvollen und rücksichtsvollen Persönlichkeiten in der Gemeinschaft zu erziehen.

-          Individuelle Probleme und Defizite lösen wir professionell.

-          Wir fördern und fordern die soziale Verantwortung unserer Internatsschüler. Wir vermitteln die Wichtigkeit des sozialen Gefüges und stärken die Integration und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Wir bieten eine individuelle Förderung zur Steigerung der schulischen Leistung.

-          Wir arbeiten gemeinsam mit der Schule schülerspezifische Lernkonzepte aus und setzen diese zielorientiert um.

 

Wir legen Wert auf ehrenamtliches Engagement unserer Schüler.

-          Schüler ab der Klasse 9 können Patenschaften für die Unterstufe übernehmen. Als Paten sind sie feste Ansprechpartner, organisieren in regelmäßigen Treffen Veranstaltungen für die Unterstufe und begleiten jüngere Schüler beim „Ausgang“.

-          Schüler höherer Jahrgangsstufen fördern jüngere Schüler individuell bei schulischen Defiziten.

-          Ältere Schüler führen im Internat das sog. Abendstudium durch, welches das Studium ergänzt und unterstützt.

-          Schüler ab Klasse 10 können im Rahmen eines Sozialprojektes im Seniorenheim St. Stephanus Kontakt zu älteren Menschen pflegen und sie in ihren Alltagssituationen unterstützen.

-          Schüler mit gültiger Fahrerlaubnis und Fahrpraxis haben die Möglichkeit, mindestens einmal pro Woche im Rahmen eines Ehrenamtes Fahrdienste zu übernehmen.

 

Wir üben demokratisches Verhalten im Internatsrat.

-          Der aus den Gruppensprechern der einzelnen Quartiere gebildete Internatsrat vertritt die Interessen der Internatsschüler gegenüber der Internats- und der Geschäftsleitung. Mit seinen Vorschlägen wirkt er aktiv an der Gestaltung des Internatslebens mit. Er ist bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen beteiligt.

 

Wir verstehen das Wohnen als eigenständiges Erziehungsfeld.

-          Wir haben ein gemeinsam entwickeltes Versorgungs- und Unterbringungskonzept zur optimalen Versorgung des Einzelnen in jedem Schuljahr: Die Gruppengröße ist auf 15 Schüler begrenzt. In der S I gibt es Zwei- bis Vierbettzimmer, in der S II Zweibettzimmer. Jede Gruppe verfügt über einen Gruppenraum.

Eltern

Wir haben einen achtungsvollen Umgang mit den Eltern und erwarten ein besonderes Engagement von allen Seiten.

Wir arbeiten intensiv und beratend mit den Eltern zusammen.

-          Wir halten engen Kontakt zu den Eltern auch außerhalb der Schule (z. B. im Rahmen von „Elternstammtischen“), um über Besonderheiten und Aktivitäten der Klasse zu sprechen.

-         Darüber hinaus suchen wir das Gespräch mit den Eltern zur individuellen Förderung, aber auch bei Schwierigkeiten und Regelverstößen ihrer Kinder.

-         Neben den üblichen Elternsprechtagen, die zweimal im Jahr stattfinden, bieten wir unseren Eltern bei Bedarf Gesprächstermine zu individuell festgelegten Zeiten an.

 

Wir informieren kontinuierlich über den Leistungsstand, das Sozial- und Arbeitsverhalten unserer Schüler.

-          Zu jedem Quartalsende werden die Eltern in Form von Quartalsmitteilungen oder Zeugnissen  über die schulischen Leistungen sowie über das Sozial- und Arbeitsverhalten ihrer Kinder informiert. Die Schüler der Jahrgänge 12 und 13 werden von ihrem Jahrgangsstufenleiter zielorientiert informiert und beraten.

-          Wir informieren die Eltern und Erzieher umgehend über versäumte Unterrichtsstunden, fehlende Hausaufgaben und nachlassende Leistungen, um früh gegensteuern zu können.

 

Wir beziehen die Eltern in das Schulleben ein.

-          Wir binden die Eltern aktiv in die Arbeit mit der Klasse ein, z. B. bei Exkursionen und Festen oder bei der Gestaltung des Klassenraums zu besonderen Gelegenheiten.

-         Die Eltern bereichern unseren Schulalltag, indem sie ihre berufliche Erfahrungswelt unseren Schülern zugänglich machen oder Praktikumsplätze anbieten.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Wir arbeiten verantwortungsvoll, engagiert und flexibel zusammen.

 

Wir engagieren uns auch über den Unterricht hinaus für die Umsetzung unserer Ziele.

-          Wir sind ein Kollegium mit einem hohen Maß an Einsatzbereitschaft. Jeder Kollege engagiert sich über die Unterrichtsverpflichtungen hinaus.

 

Wir erweitern unsere Kompetenz im Rahmen eines hauseigenen Fortbildungskonzeptes.

-          Wir bilden uns über das geforderte Maß hinaus in regelmäßigen Abständen weiter.

-          Wir besuchen individuell mindestens einmal pro Jahr eine fachspezifische Fortbildungsveranstaltung zur Aktualisierung unserer Fachkompetenz und zum Ausbau unserer Methodenkompetenz.

-          Im Rahmen des jährlich stattfindenden Pädagogischen Tages am LSH führen wir Fortbildungsmaßnahmen zur Erweiterung der Sozial- und Methodenkompetenz durch.

-          Auf Wunsch finden Hospitationen im Sinne kollegialer Beratung statt.

 

Wir identifizieren uns mit dem Hause.

-          Wir realisieren unser Corporate-Identity-Konzept, indem wir bei allen Veranstaltungen des LSH – auch bei den von Kollegen organisierten oder durchgeführten – Präsenz zeigen.

 

Wir koordinieren unsere Arbeit in Teams.

-          Jeder Kollege arbeitet sowohl auf Klassen- bzw. Jahrgangsstufenebene als auch in seinen Fachschaften eng mit den Kollegen zusammen.

-          Das Erzieherteam trifft sich täglich zu einer Dienstbesprechung.

-          Lehrer und Erzieher haben klar definierte, sich ergänzende Aufgabenbereiche. Über den Entwicklungsstand der Schüler stehen wir in regelmäßigem Austausch.

-          In multiprofessionell besetzten Teams (Lehrer, Erzieher, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin) finden ggf. Fallbesprechungen zu einzelnen Schülern statt.

 

Wir haben transparente und effektive Kommunikationsstrukturen.

-          Wir überprüfen unsere Kommunikationsabläufe mindestens jährlich, reflektieren sie und optimieren sie bei Bedarf.

 

Flexibilität und Zielorientierung

-          Wir agieren schülerorientiert und situationsbedingt und verfolgen konsequent unsere Ziele.

Management und Organisation

Wir arbeiten in einem gemeinnützigen Unternehmen mit einem effektiven Management an der Umsetzung der gemeinsamen Ziele.

 

Wir verstehen uns als Dienstleistungsunternehmen, in dem für Jungen und Mädchen verschiedener Altersstufen bestmögliche Erziehungs- und Bildungsbedingungen bereitgestellt werden.  

-          Der Schulträger gibt ein Entwicklungskonzept zur Stellung des LSH am „pädagogischen Markt“ vor.

-          Der Schulträger analysiert jährlich die Marktsituation im schulischen Bereich und auf dem Internatssektor.

-          Der Schulträger gibt Ziele hinsichtlich der Entwicklung der Schülerzahlen vor.

-          Wir entwerfen ein Raumkonzept, das unsere pädagogische Programmatik reflektiert.

 

Wir haben effektive Kommunikationswege und in einem Geschäftsverteilungsplan genau definierte Aufgaben.

-          Das LSH hat eine Doppelspitze aus pädagogischer und betriebswirtschaftlicher Leitung.

-          Schulleitung und Geschäftsführung arbeiten effektiv und eng zusammen.

-          Um spontan auf Gesprächsbedarf reagieren zu können, gilt bei Geschäftsführung und Schulleitung das „Prinzip der offenen Tür“.

-          Wöchentlich treffen sich Geschäftsführung,  Schul- und Internatsleitung zur Feinabstimmung der anstehenden Entscheidungen.

-          Einmal pro Woche tagt die Leiterrunde, bestehend aus der Schulleitung, der Geschäftsführung, den Koordinatoren, dem Lehrerrat und der Internatsleitung. Das Protokoll wird veröffentlicht.

-          Einmal pro Woche tagen Schulleitung und Lehrerrat.

-          Von Montag bis Donnerstag trifft sich die Erzieherrunde mit dem Internatsleiter zur Dienstbesprechung.

-          Nach Bedarf findet für konzeptionelle Diskussionen bzw. Veränderungen ein „Team-Tag“ des Erzieherkollegiums statt.

 

Wir arbeiten wirtschaftlich im Rahmen der gemeinnützigen Zielsetzung.

-          Die wirtschaftliche Führung des Hauses obliegt der Geschäftsführung. Der handelsrechtliche Jahresabschluss wird jährlich durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer erstellt und durch Beschluss der Mitgliederversammlung des Schulträgervereins festgestellt. Die Abrechnung des Landeszuschusses wird jedes Jahr durch die Bezirkregierung Arnsberg und den Landesrechnungshof geprüft.

-          Schule und Internat tragen durch ökologisches und ökonomisches Verhalten zur Kostendämpfung bei. Zum Beispiel heizen und lüften wir umweltbewusst (energieeffizient), kopieren überlegt und erziehen die Schüler zu einem pfleglichen Umgang mit Büchern.

-          Wir investieren bedarfsgerecht unter Berücksichtigung des Budgets.

-          Wir haben eine an den pädagogischen Zielen von Schule und Internat orientierte Personaleinsatzplanung (Stellenpläne, Schüler-Lehrer-/ Erzieher-Relation, Klassen- bzw. Kursfrequenzen, Gruppengrößen im Internat).

-          Die Wirtschaftlichkeitskontrolle der Investitionsplanung gewährleistet einen effizienten Einsatz der Finanzmittel.

-          Unsere jährliche Umsatzplanung orientiert sich an einer kostendeckenden Besetzung der Plätze im Internats- und Tagesschulbereich.

-          Das LSH vergibt Stipendien nach den Kriterien der Bedürftigkeit und Würdigkeit. Wir berücksichtigen diesen Aspekt grundsätzlich in unserer Umsatzplanung und überprüfen diese jedes Schuljahr.

Äußere Bedingungen

Wir leben und arbeiten in einem traumhaften Wasserschloss mit moderner Ausstattung.

 

Wir identifizieren uns mit unserem Schloss, denn es ist kein seelenloser Betonbau, sondern ein historisches Gebäude mit der Tradition von über 600 Jahren.

-         Wir führen eine Schlossrallye im Rahmen der Ersterkundung der Klasse 5 durch.

-         Die Klassen 6 zeichnen im Kunstunterricht unser Schloss mit seinen kunsthistorischen Feinheiten.

-         Wir rekonstruieren nach alten Vorlagen den Barockgarten des Schlosses.

-         Wir tragen Schloss-T-Shirts und Accessoires, wenn wir Lust haben, uns als Schloss-Schüler oder -Mitarbeiter zu präsentieren.

-         Wir nehmen an sportlichen Veranstaltungen teil.

-         Wir erforschen die Geschichte unseres Schlosses in der „AG Schlossgeschichte“.

 

Die Oberstufenschüler treffen sich abends im Gewölbe.

-         Wir pflegen eine lockere Atmosphäre, in welcher Schüler, Lehrer und Erzieher gut miteinander ins Gespräch kommen.

-         Wir veranstalten wöchentliche Events im Gewölbe: Wir schauen uns z. B. sehenswerte Filme an und tauschen unsere Eindrücke aus, unterhalten uns mit Quizshows, Karaoke-Wettbewerben, Turnieren u. Ä.

-         Wir bieten Schülern die Möglichkeit der künstlerischen Darbietung und laden zu Live-Musik ein.

 

Wir stellen neueste Informations- und Kommunikationstechnik im Studiums-Pavillon, im Oberstufencafé und im Informatikraum zur Verfügung.

-         Wir beschäftigen einen Systemadministrator, der sich hauptamtlich um den Bestand und die Aktualisierung von Hard- und Software kümmert und akute Probleme ad hoc behebt.

-         Wir bieten den Schülern die Möglichkeit, in angemessenem Umfang Internetrecherche zu betreiben. Die meisten Räume sind mit Beamern ausgestattet, um computergestützte Präsentationen zu ermöglichen.

-         Der technische Zustand aller Geräte wird regelmäßig im Hinblick auf ihre  wirtschaftliche Nutzungsdauer kontrolliert.

Außendarstellung

Wir sind ein renommiertes, innovatives und überschaubares Internat und Tagesgymnasium mit Tradition.

 

Wir erwarten und fördern, dass unsere Schüler die Erziehungsziele der Schule auch außerschulisch bewusst repräsentieren.

-         Jedes Jahr werden Schüler für besondere Leistungen in der Schule und im außerschulischen Bereich im Rahmen einer schulischen Feier ausgezeichnet.

-         Mit Rückmeldungen von außen gehen wir offen um.

 

Wir präsentieren uns und das Schlossleben in den öffentlichen Medien.

-         Wir haben kompetente Ansprechpartner für die öffentlichen Medien.

-         Wir erstellen Quartalsbrief mit Informationen über das vergangene Quartal und ein ausführliches hauseigenes Jahrbuch, das LSH-Magazin.

-         Wir präsentieren die Ergebnisse unserer Arbeit an außerschulischen Lernorten (z. B. die Ausstellungen der Kunstkurse).

 

Wir haben ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Corporate-Design-Richtlinienkonzept.

-         Wir haben ein gut eingeführtes Logo.

-         Wir arbeiten mit einheitlichen, professionell gestalteten Drucksachen.

-         Wir ermöglichen die Orientierung mit Hilfe eines ausgefeilten Leitwegesystems innerhalb und außerhalb des Schlosses.

-         Wir ermöglichen die Identifizierung durch professionell gestaltete T-Shirts und Accessoires.

 

Wir präsentieren unser Schloss und unsere außerschulische Arbeit in der Öffentlichkeit.

-         In einer jahrgangsstufenübergreifenden „AG Schlossgeschichte“ setzen wir uns intensiv mit der Geschichte unseres Schlosses auseinander mit dem Ziel, die Schlossgeschichte für eine interessierte Öffentlichkeit aufzubereiten und zu präsentieren.

-         Wir berichten über inner- und außerschulische Aktivitäten in unserer Jahresschrift.

 

Wir wissen um unsere Tradition und pflegen diese.

-         Die Geschichte des Hauses wird in ansprechender Form aufgearbeitet und präsentiert (Schulchronik, „Ahnengalerie“, Dauerausstellung, szenische Schlossführungen).

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